Radfahren Australien West - Ost

 

Australien, der ROTE KONTINENT
...mit dem Fahrrad 4000 km von NORD nach SÜD...

TAGEBUCH...


28.09.2022
Ich bin in SOUTH AUSTRALIA

Heute um 4 Uhr habe ich die Borderline von NORTHERN TERRITORY  nach SOUTH AUSTRALIA überfahren. Jetzt geht es bis nach Adelaide in diesem Bundesstaat weiter. Danach kommt noch VICTORIA bis Melbourne.
Die heutigen 182 km bis Marla gingen eigentlich ganz gut. Ich habe in den frühen Morgenstunden schon viele Kilometer geradelt gehabt.
Ach ja, neue Packtaschen werde ich für mein nächstes Abenteuer auch brauchen. Zwei Hunde fanden heute kurz vor Marla meine wohlgeformten sportlichen Beine und die rechte Packtasche hoch interessant. Bei meinen Fusserl hat es für die Wadlbeiser nur zum Schlecken gereicht, aber in die Packtasche haben sie anständig zugebissen. Da ist jetzt als Andenken ein Loch.
Wie es am Stuart Highway in dieser Gegend aussieht, ist im Video zu sehen.

Gerald Horn

Die einsame Fahrt am Stuart Highway

Der Stuart Highway ist mit 2720 km Länge eine der wichtigsten Fernstraßen Australiens und verläuft zwischen Darwin und Port Augusta. Von den Highways in Australien ist der Stuart Highway nach dem National Highway 1 und dem Great Northern Highway die drittlängste Fernstraße in Australien
 

Durch die Länge des Filmes kann es zu längeren Ladezeiten kommen.




27.09.2022
"Waschlnoss bin i heit wordn..."

Heute war der erste richtige Regentag. In der Früh beim Wegfahren hat es nur hin und wieder einige Tropfen gegeben. Aber nach ca. 10 km fing es so richtig an zu schütten und ein ganz extremer Seitenwind fing an zu blasen. Da hatte ich stellenweise meine liebe Not das Pushbike auf der Strasse zu halten. Es liefern ja die Gepäckstaschen eine ziemlich grosse Angriffsfläche. Auch das Fahrrad-Verhüterli habe ich bei dieser Tour das erste Mal gebraucht. Es schützt, so soll es bei den Verhüterlis ja sein,  dass nichts irgendwo hinein tropft.
10 km vor meinem Tagesziel hörte es auf zu regnen. Schlagartig stieg die Temperatur von 12 C auf 31°C. Der lästige Wind blieb mir erhalten.
Heute bin ich in Kulgera, nahe an der Borderline zu South-Australia. Diese Linie werde ich morgen sehr früh passieren. Die nächsten Tage werden ziemlich herausfordernd werden. Es stehen 179, 234, 255 Tageskilometer auf dem Plan. Dazwischen gibt es nichts. Kein Haus, keine Tankstelle, kein Handyempfang und auch kein Internet. Da heisst es fest strampeln, damit das jeweilige Tagesziel erreicht werden kann.
Es wird spannend...




26.09.2022
Ehrfürchtig stehe ich vor dem heiligen Berg der Aborigines. Es ist so cool, dass ich bei meiner 4000 km langen Nord-Süd Durchquerung Australiens hier vorbei gekommen bin.
Das Leben kann in Australien sooooo schön sein...
Beim Uluru habe ich diese zwei hübschen Österreicherinnen (Bild unten) getroffen.

Gerald Horn

ULURU

Uluru bzw. Ayers Rock ist ein gewaltiger Sandsteinmonolith inmitten des trockenen „Red Centre“ im australischen Bundesstaat Northern Territory. Den australischen Ureinwohnern gilt der Uluru als heilig. Schätzungen zufolge entstand der Felsriese vor rund 550 Millionen Jahren. Er liegt im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark, in dem sich auch die 36 roten Felskuppeln der Kata-Tjuta-Formation (genannt „The Olgas“) befinden
 

Durch die Länge des Filmes kann es zu längeren Ladezeiten kommen.










25.09.2022
"Gerald is here. He came on the pushbike. Welcome."
So wurde ich heute im Erldunda Roadhouse überaus herzlich empfangen. Mein Zimmer war um 11 Uhr schon fertig und es wurden mir alle Infos und Unterlagen für die morgige ULURU Tour gegeben. Da war einfach alles TOP organisiert. Die Menschen, die mir im Outback Australiens so grossartig helfen, sind alle sehr gut über mich informiert. Alle haben im vorhinein meine Homepageadresse bekommen.
Die heutige Fahrt war mit 108 km sehr einfach zu fahren. Ein wenig Hügel aufi, Hügel obi und einige immens lange Geraden. Heute früh habe ich in der Dunkelheit in weiter Ferne ein ganz kleines Licht gesehen. Da habe ich auf die Stoppuhr gedrückt, weil ich neugierig war, bis wann der Road-Train an mir vorbei flitzt. Es hat 10:46 Minuten gedauert. Da kann man sich vorstellen, wie lange diese kurvenlosen Strassenstücke sind - und die Road-Trains fahren wirklich nicht langsam. Neben dem Highway sieht man immer wieder Autowracks herum liegen. Die werden anscheinend nicht weggeräumt. Auch sehr viele Kreuze von verunglückten Menschen sind zu sehen.
Morgen fahre ich  mit einem Bus zu dem 300 km entfernten ULURU bzw. Ayers Rock, dem Heiligtum der australischen Ureinwohnern, den Aborigines. Als ich im Erldunda Roadhouse im März um ein Zimmer angefragt habe, haben sie mich gleich zu dieser Tour eingeladen. Das konnte ich natürlich nicht ausschlagen und habe meine Tour so umgeplant, dass ich diese Chance nützen kann.




24.09.2022
RÜWI-TAG in AUSTRALIEN
Die heutige Radlerei zum Stuart Well Roadhouse war wie eine Kindergeburtstag-Radfahrt. Die Strecke war mit 96 km sehr kurz, die Temperatur war Horn gerecht und ich hatte Besuch vom RÜWI. Wer keine Ahnung hat, wer der RÜWI ist, es ist der beste Freund aller Radfahrer. Es ist der Rückenwind. Es ging heute mit seiner Unterstützung wirklich flott dahin. Hoffentlich haben meine australischen Radfeunde heute auch so ein Glück. Sie sind momentan in der Nullarbor Wüste unterwegs. Sie fahren das - RIDE FO"R COMPASSION - von Perth 4300 km nach Newcastle. Gestern hatten sie ganz argen Gegenwind, Diesen Wind in dieser Gegend habe ich 2018 bei meiner West-Ost Durchquerung Australiens auch sehr zu spüren bekommen. Ich freue mich schon sehr auf Port Augusta. Dort werde ich meine Freunde treffen. Einen Tag werden wir gemeinsam fahren, da wir zufällig die gleiche Strecke nach Port Pirie haben.
Gestern wurde ich am Nachmittag von Maria abgeholt. Sie fuhr mit mir in der Gegend rund um Alice Springs herum und zeigte mir viele interessante Plätze. Liebe Maria vielen herzlichen Dank für deine Bemühungen und für deine aussergewöhnliche Gastfreundschaft.

Gerald Horn

Gerald Horn hatte in Australien Besuch vom RÜWI

 

Durch die Länge des Filmes kann es zu längeren Ladezeiten kommen.






23.09.2022
Heute bin ich noch in Alice Springs. Gestern am Abend bin ich mit Maria zuerst auf den Anzac Hill geklettert. Dort haben wir den wunderbaren Sonnenuntergang geniessen können. Anschliessend sind wir zum Desert Festival gegangen und haben dort ein sehr gutes Dinner bekommen. Es war ein schöner Abend. Schade. dass Irena nicht dabei war. Aber sie ist gerade wieder Oma geworden.
Alice Springs, ca. 23.000 EW,  ist eine abgelegene Stadt im australischen Bundesterritorium Northern Territory und liegt auf halbem Weg zwischen Darwin und Adelaide. Sie ist ein beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Wüstenregion Red Centre im Landesinneren. Historische Gebäude und Exponate in der Telegraph Station Historical Reserve erinnern an die Geschichte der Stadt, die im Jahr 1872 als Posten auf der - Transaustralischen Telegrafenleitung - zwischen Darwin und Adelaide gegründet wurde.
Wie es in  und um Alice Springs aussieht, sehen Sie im Video.


Gerald Horn

ALICE SPRINGS

 

Durch die Länge des Filmes kann es zu längeren Ladezeiten kommen.




22.09.2022
ICH BIN IN ALICE SPRINGS
Heute war ein ereignisreicher, wunderbarer Tag. Ich bin im Herzen des roten Kontinent angelangt. Seit Darwin bin ich nun schon 1604 km im Sattel gesessen. Bis Port Augusta, dort habe ich Australien auch von Nord nach Süd durchfahren, sind es nur mehr ca. 1400 km. Als Fleissaufgabe fahre ich aber anschliessend noch ca. 1.000 km von Port Augusta nach Melbourne weiter.
Einige Kilometer vor Alice Springs überfuhr ich den höchsten Punkt des Stuart Highway mit 727,2 m SH. Die letzten Tage ging es immer leicht bergauf. Als ich in den Vorort von Alice Springs ankam, sah ich den Anzac Hill. Da musste ich natürlich mit meinem 40 kg schweren Rad auch hinauf. Da habe ich aber ganz schön geschnauft, als ich oben ankam, aber die Aussicht über Alice Springs und Umgebung ist dort oben berauschend schön. Da ist der Lambachbichl mit seiner Steigung zum Vergleich nur ein Hügerl.
Als ich in das Motel kam, was für eine Überraschung. Der Portier hat schon auf mich gewartet. Das Zimmer war auch schon fertig, Der Portier gab mir einen Umschlag mit Infomaterial über Alice Springs und als ich in das Zimmer kam, waren im Kühlschrank einige Biere mit einem beiliegenden ganz lieben Schreiben . Das alles hat Maria für mich hinterlegt. Maria, eine gebürtige Österreicherin, jetzt in Alice Springs lebend, hat mich vor einigen Tagen kontaktiert, ob wir uns eventuell treffen könnten. Voller Freude habe ich natürlich zugesagt. Heute am Abend wollen wir uns kennenlernen und gemeinsam zu einem Fest gehen. Liebe Maria, vielen herzlichen Dank und ich freue mich auf heute Abend.

P.S.: Ich schreibe in meinen Berichten KEIN scharfes S. Diesen Buchstaben können viele meiner ausländischen Freunde nicht in ihre Sprache übersetzen.





21.09.2022
HEADWIND DAY am Stuart Highway
Heute war der Blasius gar nicht nett zu mir. Als ich um 3 Uhr zur 156 km langen Etappe  nach Aileron startete, war es ziemlich windig und es hatte nur 19°C. Der Wind wurde immer stärker, dafür hielt sich heute die Temperatur mit 29°C in angenehmer Grenze. Für die 156 km brauchte ich fast 9 Stunden. Nachdem ich heute ausser 2 Mars und einige Kekse nichts zum Frühstücken hatte, machte ich nach 90 km im Ti Tree Roadhouse eine Pause um die so leeren Speicher voll zu füllen.
Während der letzten Tage habe ich unzählige tote Rindviecher neben dem Highway liegen gesehen. Die toten Tiere bleiben allesamt neben der Strasse liegen und dienen anscheinend als Nahrungskette für andere Viecher.
Bei Ti Tree musste, wegen "Fruchtfliegen freier Zone", das ganze mitgeführte Obst an Ort und Stelle gegessen werden. Ich habe die Polizei dabei beobachtet, wie sie ein Auto kontrolliert hat, ob noch Früchte im Auto sind.
Eine große Statue eines Aborigines steht auf einem Hügel in  Aileron.
Morgen werde ich in Alice Springs mit meinem so treuen Drahtesel einreiten. In Alice Springs werde ich eine gebürtige Österreicherin treffen. Ich freue mich schon sehr darauf.




20.09.2022
Heute bin ich in Barrow Creek, einem ziemlich einsamen Ort, gelandet. Ich habe von dem sehr freundlichen Mann ein Zimmer bekommen. Da hatte ich im Vorfeld meine Zweifel gehabt. Ich hatte zwar mit Les, dem Besitzer, E-Mailkontakt, aber fixe Zusage ausser "no worries" habe ich nicht bekommen. Leider bekomme ich hier aber nichts "radfahrtaugliches" zu essen - und morgen stehen 150 km am Zettel.
Handy- und Internetempfang gibt es beim Fahren fast nirgends. Alle ca. 100 km ist eine Satellitenstation aufgebaut, wo man dort vor Ort einen Notempfang hat. Tiere habe ich auch schon einige Zeit keine mehr gesehen. Heute wurde vor Rindviechern gewarnt und prompt standen zwei Stück unmittelbar neben dem Stuart Highway.




19.09.2022
Bei meiner heutigen Fahrt nach Wauchope kam ich bei den Devils Marbles vorbei. Das muss man einfach einmal gesehen haben. Diese sagenhaften Steinhaufen befinden sich auf etwas über 400 m SH. Das war auch die bisher höchste Erhebung meiner Tour. Schade, dass ich das gedrehte Video heute nicht veröffentlichen kann, da dies die Internetverbindung einfach nicht her gibt.




18.09.2022
Heute befinde ich mich in Tennant Creek, im riesigen australischen Northern Territory. Tennant Creek ist mit nur 3.000 Einwohners die siebend grösste Stadt im Northern Territory.
Die Stadt profiliert sich zunehmend als Touristenziel. Dabei setzt sie nicht nur auf die Goldsuche, sondern auch auf die Lebensweise der Aborigines. In der Gegend um Tennant Creek leben die Kaytetye-Aborigines, die die Nutzungsrechte für Land- und Wassernutzung im Süden und Südosten von Tennant Creek halten.
Das Northern Territory ist ein australisches Bundesterritorium, d. h. eine Verwaltungseinheit, die im Gegensatz zu den Gliedstaaten wie Western oder South Australia keine Eigenstaatlichkeit besitzt. Die Fläche beträgt 1.420.000 km² und ist damit ca. 17x so gross als Österreich. Im gesamten Northern Territory leben aber nur 246.500 Menschen, davon sind ca. 61.000 Aborigines.




17.09.2022
1078 km sind schon geradelt!
Knappe 2000 km fehlen noch bis Port Augusta - da habe ich dann Australien auch von Nord nach Süd durchfahren. Aber ich fahre anschliessend noch ca. 1000 km weiter nach Melbourne.
Heute war er da - der Blasius von vorne...
Weil die Wetterfrösche für heute SO-Wind vorausgesagt haben, bin ich schon um 2 Uhr gestartet. Hier stimmen die Wettervoraussagen zu 100%. Es blies die ganzen 168 km von Renner Springs bis Tennant Creek wirklich ziemlich stark. Mehr als 15 km/h waren mit meinem 40 kg Rad oftmals nicht drinnen. Dieser SO Wind hat mir schon 2018 bei meiner West-Ostdurchquerung Australiens viel Anstrengung und viele Nerven gekostet.
Das frühe Losfahren hat zwar den Nachteil, dass ich in diesen Nachtstunden nicht sehr viel von der Landschaft sehe, aber mit den fantastischen Sonnenaufgängen wird man mehr als entschädigt und die Mittagshitze kann mir auch den Buckel hinunter rutschen. In den Nachtstunden fahre ich am Highway immer Mitte der Strasse. Verkehr gibt es um diese Zeit so gut wie keinen. Man muss trotzdem sehr konzentriert bei der Sache sein, damit man nicht einen herumliegenden Tierkadaver oder ein herum hüpfendes Tier übersieht. Meine Murauer Bierglocke ist in diesen Stunden dadurch im Dauereinsatz, damit die Kängurus usw. wissen - AHA DER HORN KOMMT.




16.09.2022
Den heutigen, eigentlich nicht eingeplanten freien Tag, nutze ich um an meinen so wichtigen Systemartikeln eine Wartung zu unterziehen, damit ich für die nächsten Tage im Outback Australiens gut gerüstet bin.
Bei meinen Tragetaschen, die ich seit 2016 bei meiner Euroapadurchquerung, 2017 Quer durch Amerika und 2018 in Australien von West nach Ost im Einsatz habe,  sind einige Halterungen nicht mehr ganz in Ordnung. Die habe ich nun mit Kabelbinder verstärkt. Meinen so treuen Drahtesel habe ich geputzt, die Reifen kontrolliert und aufgepumpt, die beweglichen Teilegeschmiert und beim Ständer die Schrauben nach gezogen. Notebook, die GPS Geräte, Handy, Powerbanks werden frisch geladen. Ich tue mir selbst auch etwas GUTES. Es gibt in Renner Springs, in dieser einfachen Kneipe,  gutes Essen, ein Fitnesstudio - zwar nur mit einem Hometrainer - aber immerhin, und einen Pool. Anscheinend hat Australien um die Infrastruktur in diesen Gebieten zu verbessern, sehr viel Geld in die Hand genommen. Es gibt sauberes Wasser und überall neue saubere Pools. Das habe ich 2018 bei meiner West-Ost Radlerei nicht so erlebt.
Morgen habe ich eine ca. 160 km lange Fahrt nach TennantCreek vor mir. Um der Tageshitze zu entfliehen werde ich schon um 2 Uhr starten.




15.09.2022
Was für ein Tag , was für ein langer Outbacktag für einen Radfahrer
Aus 145 km wurden 240 km
! Und warm war es auch: 49,1°C.
Der heutige Tag sollte eigentlich ein relativ einfacher Radlertag werden. Aber es kam alles ganz anders. Ich startete, da ja nur 145 km geplant waren, um 4 Uhr. Es lief alles so super. In der Dunkelheit bis ca. 6:30 Uhr gibt es auf dem Highway fast keinen Verkehr, die Kühle der Nacht macht das Radfahren sehr einfach. So gegen 9:30 Uhr wurde es unheimlich warm. Aber bis zum geplanten Etappenziel Elliot waren es nur mehr ca. 1:30 Std. Einige Kilometer vor Elliot zeigte mein Computer 49,1°C an. Aber egal, es war ja nimmer weit - dachte ich mir. In Elliot angekommen, dort leben fast nur Aborigines, fuhr ich erst mal zum Tankstellenshop und trank eine 1,5 Liter Sprite ex aus. In diesem Shop arbeitet ein deutsches sehr nettes Mädchen. Ich fragte sie wo mein Quartier ist. Ich sagte ihr den Namen und sie runzelte schon die Stirn. Ich fuhr nun die paar Meter zu der angegebenen Adresse. Aber da blieb mir beim Anblick der Mund offen. Die mir mit Widerwillen gezeigte,, gar nicht so billige Hütte, hätte ich erst einmal aufräumen müssen. Die Sanitäranlagen waren einige hundert Meter entfernt. und von einer Reservierung wollte die dortige Dame auch nichts wissen. Ich bedankte mich und ging.
Da es ja nicht allzu kalt war, setzte ich mich wieder auf das Rad und fuhr die 95 km zu meinem eigentlichen morgigen Quartier. Ich hatte Glück, ich durfte einziehen. Es ist zwar auch nichts besonderes, meine "Lieblingstiere", die Ameisen habe ich schon aus dem Zimmer vertrieben, aber ansonsten schaut es Outback gemäss aus. Mit diesem Standart muss man da einfach zufrieden sein. Internet gibt es in dieser Gegend lt. Besitzer nur ca. 2 Stunden am Tag, da wird die Satellitenanlage eingeschaltet. Allerdings gibt es kein WIFI.
So, jetzt gehe ich Abendessen um meine ziemlich leeren Speicher aufzufüllen. Hoffentlich gibt es etwas.




14.09.2022
Herr Fröhlicher vom australischen TV und Radiosender SBS interviewte mich über meine 4.000 km lange Charity Radfernfahrt AUSTRALIEN NORD SÜD. Das Interview wurde am Montag in Australien gesendet. Um das Interview zu hören, bitte auf das Bild klicken.



SBS AUSTRALIA beschreibt mich so:
Gerald Horn (68) aus der Steiermark durchquerte 2018 Australien von West nach Ost - mit seinem Mountain Bike. Nun ist der abenteuerlustige Österreicher wieder in Downunder, um unseren riesigen Kontinent von Nord nach Süd zu befahren. Das sind 4,000 Kilometer, verteilt über 35 Tage. Ohne Begleitfahrzeug, ohne fremde Hilfe.


13.09.2022
Der angesagteste PUB im Outback von Australien steht wohl in Daly Waters, meinem heutigen Etappenziel. Das Video sagt eigentlich alles.

Gerald Horn

Daly Waters

Daly Waters ist eine Siedlung im australischen Bundesstaat Northern Territory mit gerade mal 16 Einwohnern. Es liegt etwa 620 Kilometer südlich von Darwin, einige Kilometer westlich des Stuart Highways und somit in einer weitgehend unbesiedelten Gegend.
 

Durch die Länge des Filmes kann es zu längeren Ladezeiten kommen.



Heute bin ich schon um 1 Uhr in der Nacht weggefahren. Nach fast 8 Stunden habe ich nach 170 km Daly Waters erreicht. Morgen gönne ich mir nach 670 km den ersten Ruhetag.
Gestern am Abend wurde vom grossen australischen Fernseh- und Radiosender SBS, mein langes Interview ausgestrahlt. Es wird noch zwei weitere geben. Eines,  wenn ich beim ULURU bin und das Zweite nach meiner Ankunft in Melbourne im dortigen Funkhaus.
Das gestrige Interview wird in den nächsten Tagen auch hier auf meiner Homepage zu hören sein.


12.09.2022
500 km sind schon gefahren - ca. 3.500 km fehlen noch
Um 4 Uhr früh, stockdunkel war es, ging die heutige Radlerei in Katherine Richtung Mataranka los. Wach war ich, also hinauf auf den Drahtesel und losgetreten. Mein Vorderlicht und das Radarlicht hinten am Fahrrad sind derartig hell, dass ich immer wieder ganz erstaunte Blicke und Daumen hoch von den Autofahrern zu sehen bekomme.
Leider hat das Ganze mit dem frühen Wegfahren auch ein Minus. Zum Foto machen oder Videos drehen komme ich da leider viel weniger dazu, wie ich es mir eigentlich wünschen würde. Aber da ist mir meine eigene Gesundheit einfach wichtiger, um der unheimlichen Mittagshitze zu entgehen. Morgen stehen 170 km auf dem Programm.
Bei der heutigen Fahrt habe ich einen wundervollen Baum gesehen. Diesen musste ich einfach von allen Seiten fotografieren.
 



11.09.20222022

Gerald Horn

Ein Roadtrain kommt angebraust.

Wenn mich so ein Moster-LKW in einem Abstand von einem halben Meter überholt, fährt man gleich einige Zeit um mindestesn 10 KM/h schneller. Wenn er aber vorbei ist, muss man erst einmal schauen, ob man sich überhaupt noch auf der Strasse befindet.
 

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Als ich heute am Strassenrand kurz angehalten habe, wollte ein Wildschwein sehen, was ich da mache. Die heutige Strecke war ein AUF und AB. so ähnlich wie der Irschenberg von München kommend. Da treibt es den  Bürgern nördlich von Bayern, wenn der Satz kommt "Mensch die Berge kommen" den Angstschweiss heraus. Bei mir war es heute aber der Schweiss von der enormen Hitze. Die Hitze hier ist zu Mittag unerträglich. Da tropft es gleich so herunter vom Radfahrer. Da heisst es trinken und nochmals trinken. Heute bin ich schon bei ca. 9 Liter. Dafür ist die Wäsche im Nu trocken. Es dauert keine halbe Stunde. Morgen fahre ich schon um 5 Uhr in Katherine weg damit ich hoffentlich vor Mittag im Ziel bin.
Jetzt fahre ich seit Darwin schon ca. 400 km neben Eisenbahnschienen dahin. Zug habe ich bis jetzt noch keinen gesehen. Wahrscheinlich sind die Gleise als Geländeverzierung gedacht. Neben der Strasse gibt es riesige Steine zu bewundern. Ähnliche habe ich bis jetzt nur im schwedischen Lappland bei Fredrika gesehen.
Die Flüsse sind in diesem Abschnitt  ziemlich alle ausgetrocknet.
 

 

 

 




10.09.2022
Die heutige 120 km lange Fahrt von Adelaide River nach Pine Creek war so richtig eintönig. Links und rechts nur Busch, Busch und nochmals Busch. Ich bin wegen der angekündigten Hitze schon sehr früh weggefahren, dafür habe ich in Pine Creek fast 4 Stunden auf das Zimmer gewartet. Ein älterer Herr wollte einfach nicht auschecken. Am Strassenrand gab es wieder viele tote Tiere. Sogar Kühe waren dabei. Bei einem  Dingo hat ein Road Train ganze Arbeit geleistet. So einen flachen Hund habe ich noch nie gesehen. Auch viel verbranntes Land gab es links und rechts vom Highway. Da muss es erst kürzlich gebrannt haben.
 


 

 



09.09.20222
In meinem heutigen Zielort Adelaide River kann man im Fluss viele Krokodile sehen. Leider ist hier die Internetverbindung ziemlich schlecht, daher nur dieser kurze Bericht.  Es ist unheimlich warm. Während der Fahrt zeigte mein Garmin 49 C an. Beim Motel im Schatten hatte es zu Mittag 41 C.

Gerald Horn

Jumping Crocodiles in the Adelaide River

Adelaide River ist eine Ortschaft im Northern Territory in Australien. Sie liegt am Südufer des gleichnamigen Flusses, 114 Kilometer südlich von Darwin. Adelaide River entstand als Relaisstation der Transaustralischen Telegrafenleitung, zu der parallel der Stuart Highway entstand und hier den Fluss überquerte.
 

Durch die Länge des Filmes kann es zu längeren Ladezeiten kommen.





08.09.2022 - 2. Eintrag
Es war heute ziemlich heiss. Hier in Noonamah hat es momentan 36°C. Meine Radwäsche hat beim Absteigen so richtig getropft. Da war ein schnelles kühles Blondes , hier zu Hollywood-Preisen, dringend notwendig.




08.09.20222
Die laaaange Fahrt beginnt....

Gerald Horn

DARWIN - LEE POINT

Am LEE POINT im Norden von Australien, ca. 20 km von Darwin entfernt, ist mein Startpunkt zur 4000 km langen Charity-Nord-Süd Durchquerung Australiens
 

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05.09.2022
Wie es in Darwin aussieht, sehen sie in diesem Video.

Gerald Horn

DARWIN - mein Startort 2022

Darwin in Australien ist die Hauptstadt des Northern Territory und hat ca. 148.000 EW. Das Verwaltungszentrum der Region Top End weist ein niedrigeres Durchschnittsalter auf als der Rest des fünften Kontinents. Weiterhin dient die tropische Stadt als Tor zu Asien sowie zu mehreren tollen Sehenswürdigkeiten des Bundesstaates. Nicht sehr weit entfernt befinden sich nämlich der Kakadu National Park, der Litchfield National Park, der Nitmiluk National Park, Katherine, Arnhem Land, Groote Eylandt und die Tiwi Island. Die authentische Outback-Mentalität, die gelassene Kleinstadtstimmung der eigentlichen Großstadt, der geringe Verkehr, die fehlende Hektik sowie die regelmäßig veranstalteten Events machen Darwin zu einem tollen Aufenthaltsort.
 

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04.09.2022
Heute bin ich im "harten" Winter Australiens die erste längere Radrunde in Darwin gefahren. Es hat zu Mittag 35°C. PLUS, wohlgemerkt. Ab Donnerstag, 08.09.2022 starte ich von hier meine 4000 km lange Tour durch Australien nach Melbourne. Im Herzen Australiens soll es noch etwas wärmer werden. Gut, dass ich meine Stricksocken, die lange Unterhose und den Anorak daheim "vergessen" habe.
 



03.09.2022
Was für eine Freude. Das ganze Gepäck ist in Darwin angekommen. Auch die Abholung am Flughafen mit dem Hotel-Shuttle hat super geklappt. Das Rad habe ich sofort nach der Ankunft in meinem Hotelzimmer zusammen gebaut. Der Karton hat ein wenig mitgenommen ausgeschaut. Aber es funktioniert anscheinend alles. Bevor ich den Rest auspacke, mache ich vorher eine kleine Radrunde durch Darwin .Nach der 19 stündigen Flugreise ist ein wenig strampeln genau das Richtige. Kommt mir wenigstens so vor.



31.08.2022
Es kann endlich losgehen. Die 3 Packtaschen sind für die lange Outback-Radlerei in Australien gepackt. Es kommt da schon einiges zusammen. Ich habe samt dem Rad insgesamt um die 40 kg mit. Morgen fahre ich nach München und am Freitag fliege ich via Singapur nach Darwin.




29.08.2022
Heute wurde von Wolfgang Maier mein Fahrrad für die 4.000 km lange Nord-Süd Durchquerung Australiens flugtauglich eingepackt. Vielen herzlichen Dank.




28.08.2022
Auch heuer interessiert sich der internationalen Radio und TV Sender SBS-AUSTRALIA für meine Charity-Radfernfahrt in Australien. Ich werde insgesamt dreimal interviewt. Wenn ich in Darwin ankomme, wird mich Herr Christian Froelicher - Executive Producer @ SBS Radio das erste Mal anrufen. Das zweite Interview werde ich ungefähr nach 2.000 km beim Heiligtum der Aborigines, dem ULURU (Ayers Rock) geben.
Am Ende meiner 4.000 km langen Radlerei von Darwin nach Melbourne hat mich Herr Froehlicher ins SBS-Hauptfunkhaus zu einem Studio-Interview eingeladen.
Die Interviews sind nach der Ausstrahlung auch auf meiner Homepage zu hören.



Ich habe auch schon 2018 bei meiner West-Ost Durchquerung, von Perth nach Sydney ein Interview auf den Stufen vor der Oper in Sydney gegeben. 2019 beim australischen 500 km langen Mannschaftsrennen von Albany nach Perth durfte ich auch wieder meine Charitygedanken einer breiten Öffentlichkeit mitteilen.


26.08.2022
Frau Sarah Ruckhofer von der KLEINEN ZEITUNG berichtet über meine bevorstehende 4000 km lange Nord-Süd Durchquerung Australiens.

zum Pressebericht (*.pdf Datei)



Australien - ICH KOMME NOCHMALS.
Die Tickets sind fix gebucht - Anfang September 2022 fliege ich nach Darwin in Australien. Von dort starte ich meine ca. 4000 km Extremtour mit dem Fahrrad  nach Melbourne. Australien ist nach Europa der 2. Kontinent, welchen ich mit dem Fahrrad von NORD nach SÜD und von WEST nach OST durchradle. Amerika bin ich 2017 von West nach Ost mit dem Fahrrad durchfahren.

Heuer werde ich bei meiner Fahrt von Darwin 4000 km nach Melbourne auch wieder Spenden für die Lebenshilfe Murau sammeln. Ich werde wieder versuchen spannende Tagesberichte zu schreiben und vielleicht kann ich SIE begeistern, eine Spende für die Lebenshilfe Murau zu geben.

Am 5. Oktober werde ich in Port Augusta meine australischen Radfreunde wieder sehen. Auf diesen Moment freue ich mich ganz besonders. Sie fahren heuer von „COAST TO COAST“, von Perth 4181 km nach Newcastle. Dieses „RIDE FOR COMPASSION“ ist eine jährliche australische Veranstaltung, bei der Radfahrer und Support-Crew Geld für „COMPASSION AUSTRALIA“ sammeln um Kindern in Armut in Entwicklungsländern zu helfen. 2019 durfte ich ein Teil dieses Teams bei der Fahrt von Albany nach Perth sein.




08.05.2022
Bei meiner heutigen Trainingsfahrt für Australien 2022,teilweise bei Regen, habe ich das neue Garmin-Equipment getestet. Das neue Garmin Edge 1030 plus und das Rader samt nicht übersehbaren Rücklicht sind wirklich der Hammer. Die Route wurde im Edge sehr gut dargestellt. Das Radar erkennt schon von ca. 150 m ein von hinten heranfahrendes Fahrzeug und zeigt dies am Edge an. Wenn man will kann man auch einen akustischen Ton dazu schalten. Ein DANKE möchte ich meinen Freund Tomk Tomask, er ist selbst ein ausgezeichneter weltweiter Radfahrer, für die Hilfe bei der richtigen Einstellung der Geräte sagen.
Damit wird meine Fahrt durch Australien wieder um einiges sicherer.




06.04.2022
Frau Martina Bärnthaler von der Zeitung WOCHE berichtet von meiner bevorstehenden Charity Extremradfahrt von Darwin 4000 km nach Melbourne. Nach Australien von West nach Ost im Jahr 2018 möchte ich diesen faszinierenden Kontinent im Herbst 2022 auch von Nord nach Süd mit dem Fahrrad fahren.

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30.03.2022
ICH WERDE DEN ULURU SEHEN…



Ich fahre bei meiner 4000 km langen Charity-Solo-Radtour in Australien von Darwin nach Melbourne quer durch das „heilige“ Land der australischen Ureinwohner, den Aborigines. Bei dieser Fahrt komme ich auch beim Erldunda Roadhouse vorbei. Der Manager dieses Roadhouse hat mir ein fantastisches Angebot gemacht. Ich soll doch zwei Tage bei ihnen bleiben und mit ihnen eine 1 Tages Tour zum 300 km entfernten Wahrzeichen Australiens, dem Uluru, machen. Dieses Angebot konnte ich natürlich nicht ablehnen. Bei dieser Tour besuchen wir auch das Kulturzentrum der Aborigines, machen eine Uluru – Mala-Wanderung, besuchen das Uluru – Mutitjulu Wasserloch und zum Abschluss gibt es ein Sunset- Barbecue. Bei diesem Essen sehen wir den atemberaubenden Uluru-Sonnenuntergang und feiern mit einem Glas Sekt.
Danach geht es wieder zurück zum Erldunda Roadhouse.
Dieses Angebot konnte ich einfach nicht ausschlagen. Um meinen Zeitplan trotzdem einzuhalten, werde ich die nächsten Tage etwas weiter strampeln müssen. Aber das macht nichts. Die Eindrücke der Uluru-Tour werden mich auf dem Highway schweben lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Uhrzeitvergleich
ÖSTERREICH

AUSTRALIEN
Darwin +7,5 Std.

Melbourne +8 Std.

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